Im Zuge der ab Mitte September gestarteten zweiten Phase der Revitalisierung an der Fischamündung wird das Niveau des Hinterlands oberstromig der Mündung abgesenkt. Auf diese Weise entsteht ein flacher Seitenarm mit zeitweise unterstromiger Anbindung an den Fluss. Im betroffenen Bereich bestand bereits früher eine Stillarmfläche, die durch den Abtrag der noch vorhandenen Kiesauflage nun teilweise wiederhergestellt und für Leben und Vielfalt einer flusstypischen Natur wieder zugänglich gemacht wird. Da die neu entstehende Wasserfläche im Hochwassereinfluss liegt, wird sie sich rasch strukturreich ausbilden und mit günstigen Flachwasserbereichen als idealer Fortpflanzungsplatz sowie Kinderstube insbesondere für Fische, Amphibien und Makrozoobenthos dienen. Verborgen und fernab von störenden Einflüssen finden vor allem auch Barben und Nasen, die sich hier jährlich zusammenfinden, ein ruhiges und gemütliches „Wartezimmer“, bevor sie weiter die Fischa hinaufziehen. Ebenso profitieren Wildtiere und Wasservögel von der Aufwertung des Flusslebensraums, die das neue Stück wilde Flusslandschaft schnell in Besitz nehmen werden.
Der im Rahmen der Bauarbeiten entfernte Kies wird gezielt in den Geschiebekreislauf der Donau rückgeführt und dazu im Rahmen des proaktiven Wasserstraßenmanagements von viadonau an geeigneter Stelle in den Strom verklappt.
Durch die Umsetzung der Revitalisierungsmaßnahmen investiert viadonau mit Unterstützung der EU in eine nachhaltige Zukunft ökologisch intakter Flusslandschaften. Das vorrangige Ziel der wasserbaulichen Maßnahmen an der Fischa ist die weitgehende Wiederherstellung ursprünglicher Fluss-, Au- und Uferstrukturen sowie die Erhöhung der Lebensraumqualität für standorttypische Fischpopulationen. Im Zusammenwirken weiterer gezielter flussökologischer Maßnahmen trägt das Vorhaben zur langfristigen Verbesserung des Lebensraumverbundes Fischa-Donau bei.

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