Vom Uferrückbau zum neuen Fluss-Biotop – viadonau sorgt für ein Stück ursprüngliche Flusslandschaft an der Fischa

Nachdem bereits im Herbst und Winter 2019 im Rahmen des EU-geförderten österreichisch-slowakischen INTERREG-Projekts „Alpen Karpaten Fluss Korridor“ an der Fischamündung ein naturnahes Ufer geschaffen wurde, macht viadonau nun den nächsten Schritt in Sachen Revitalisierung am Donauzufluss. Der noch vorhandene Kies wird abgetragen und der Grundstein zur Entwicklung eines neuen Biotops gelegt. Seit Mitte September wird so der Weg freigemacht für die Entstehung eines neuen vielfältigen Lebensraums, von dem vor allem die flusstypische Tierwelt profitieren wird.

Mündung der Fischa in die Donau (Blick stromab)

Im Zuge der ab Mitte September gestarteten zweiten Phase der Revitalisierung an der Fischamündung wird das Niveau des Hinterlands oberstromig der Mündung abgesenkt. Auf diese Weise entsteht ein flacher Seitenarm mit zeitweise unterstromiger Anbindung an den Fluss. Im betroffenen Bereich bestand bereits früher eine Stillarmfläche, die durch den Abtrag der noch vorhandenen Kiesauflage nun teilweise wiederhergestellt und für Leben und Vielfalt einer flusstypischen Natur wieder zugänglich gemacht wird. Da die neu entstehende Wasserfläche im Hochwassereinfluss liegt, wird sie sich rasch strukturreich ausbilden und mit günstigen Flachwasserbereichen als idealer Fortpflanzungsplatz sowie Kinderstube insbesondere für Fische, Amphibien und Makrozoobenthos dienen. Verborgen und fernab von störenden Einflüssen finden vor allem auch Barben und Nasen, die sich hier jährlich zusammenfinden, ein ruhiges und gemütliches „Wartezimmer“, bevor sie weiter die Fischa hinaufziehen. Ebenso profitieren Wildtiere und Wasservögel von der Aufwertung des Flusslebensraums, die das neue Stück wilde Flusslandschaft schnell in Besitz nehmen werden.

Der im Rahmen der Bauarbeiten entfernte Kies wird gezielt in den Geschiebekreislauf der Donau rückgeführt und dazu im Rahmen des proaktiven Wasserstraßenmanagements von viadonau an geeigneter Stelle in den Strom verklappt.

Durch die Umsetzung der Revitalisierungsmaßnahmen investiert viadonau mit Unterstützung der EU in eine nachhaltige Zukunft ökologisch intakter Flusslandschaften. Das vorrangige Ziel der wasserbaulichen Maßnahmen an der Fischa ist die weitgehende Wiederherstellung ursprünglicher Fluss-, Au- und Uferstrukturen sowie die Erhöhung der Lebensraumqualität für standorttypische Fischpopulationen. Im Zusammenwirken weiterer gezielter flussökologischer Maßnahmen trägt das Vorhaben zur langfristigen Verbesserung des Lebensraumverbundes Fischa-Donau bei.